Chaos in der EU-migrationspolitik

na das war ja klar.
so sieht die europäische einigkeit und freundschaft also aus.
während tausende von migrantInnen die südlichen mauern europas überwanden, und sie nun in italien sind wird von der EU gefordert, dass italien doch alleine mit dieser situation klar zu kommen habe. frankreich und deutschland seien nahezu erbost über die reaktion italiens.
das ist die kehrseite des europäischen engagements im humanitären einsatz in nordafrika.
gestern noch von freizügigkeit in der union gesprochen, gibts heute – der neue inneminister vorran- populistisches gedräsche und die forderung, die migrantInnen doch schleunigst dahin zurück zu ‚führen‘ wo sie her kamen.
denn man habe ja rückführungsabkommen mit tunesien, und es ist ja vereinbart tunesierInnen also wieder zurück zunehmen, damit tunesien europäische subventionen erwarten kann.

so läuft der laden.
die krise auf den politsesseln platzte beim innenministertreffen. Die BRD überlegt grenzkontrollen wieder einzuführen. die italienische regierung und bürokratie versagt was die Organisierung und versorgung von über 20.000 flüchtlingen in Italien angeht. Innenminister Maroni fragte was es eigentlich solle, in der EU zu sein „Es ist besser, allein zu sein als in schlechter Gesellschaft.“

schon erstaunlich wie sich rechtspopulisten wie Maroni, und auch der neue deutsche Innenminister Friedrich, der seinem Stil ganz treu bleibt, in die haare gehen, wenn es um unkontrollierbare migrantInnenströme geht, die an den toren der bundesdeutschen grenze klopfen könnten…

ohja…als hätte man gedacht, europa stehe ganz distanziert zu den hegemoniekämpfen und der krise in nordafrika…wie verblendet und verblendend ist diese politik eigentlich?